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South African Boerboel
aktualisiert am 17.11.2017

Kreuzbandriss

Jeder Hund kann einen Kreuzbandriss erleiden. Vorrangig sind es aber doch die großen und schweren Rassen, wie etwa der Boerboel. Das Kniegelenk ist im Prinzip das Verbindungsglied zwischen Ober- und Unterschenkel und Kniescheibe. Die Kreuzbänder (je eins vorn und eins hinten) haben die Aufgabe, alles zu stabilisieren. Durch Überanspruchung beim springen oder Sport, Unfälle oder Übergewicht kann ein Kreuzband reißen.  Inzwischen ist auch bekannt, dass eine steil stehende Gelenkfläche des Unterschenkels als Veranlagung für einen Kreuzbandriss zählt. In der Abbildung ist die optimale Beinstellung grün markiert. Laut Rassestandard ist unten eine 45° Grad Winkelung wünschenswert und oben eine von 110° Grad. Die mittlere Beinstellung weicht bereits etwas von der gewünschten Norm ab, die rechte Beinstellung trägt ein hohes Risiko für einen Kreuzbandriss. Wenn man sich Elterntiere der Welpen anschaut, könnte man hier schon einen kleinen Ausblick auf die Zukunft des Welpen nehmen.

Symptome

Der Hund lahmt plötzlich stark. Nach 2 bis 3 Wochen entspannt sich der Hund aber wieder und beginnt das Bein wieder zu belasten. Bis  plötzlich wieder eine dramatische Verschlechterung eintritt. Es sollte in jedem Fall ein erfahrener Tierarzt aufgesucht werden.

Diagnose

Es gibt keinen Nachweis per röntgen zu einem Kreuzbandriss, dennoch ist es vielleicht sinnvoll zu röntgen, um den vermehrten Flüssigkeitsgehalt im Gelenk mit dem anderen Kniegelenk zu vergleichen.

Behandlung und OP

Im Laufe der letzten 50 Jahre hat sich die Technik zur Behandlung deutlich verbessert. Es existieren im Prinzip drei  gängige Methoden, um den vorhandenen Schaden zu reparieren. /
     sehr gut akzeptabel
Risiko

TPLO (alte Methode)

Bedeutet in etwa, dass der Knochen durchtrennt (gesägt) wird, und mittels einer Lochplatte in einer günstigeren Position für das Kniegelenk wieder verschraubt wird. Dabei können Nerven und Gefäße beschädigt werden, was ein hohes Risiko für den Heilungsprozess bedeutet. Kosten ca. 1.000,00 €

TTA (neuere Methode)

Auch hier wird ein Knochenschnitt vorgenommen, allerdings im nicht tragenden vorderen Bereich, der die abnorme Beweglichkeit des Kniegelenkes eindämmt. Durch die Hebelarmveränderung setzt unmittelbar nach der OP der erwünschte Erfolg ein. Kosten für einen Boerboel: ca. 1.700,00 €

ThightRopeMethode

Es erfolgt eine Kapselraffung und einfügen eines Bandersatzes (ähnlich Kevlar), welches im durch Bohrungen im Ober- und Unter- schenkel geführt und mittels Titananker fixiert wird. Dieser Eingriff wird minimal-invasiv durchgeführt und ermöglicht eine optimale Gelenkbeweglichkeit. Kosten ca. 500,00 €