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South African Boerboel
aktualisiert am 02.07.2020
Boerboel-FAQ / Häufig gestellte Fragen
Immer wieder stellen Interessenten und Boerboelhalter ähnliche Fragen, die hier kurz und sachlich beantwortet werden sollen. Natürlich gibt es bei den Antworten Abweichungen im Einzelfall. Es gibt keine pauschal richtigen Antworten auf jede Frage. So wie jeder Hund (und auch Mensch) ein Unikat darstellt, sind Unterscihiede in aussehen, Verhalten und Gesundheit z. Bsp. völlig normal. Auch verschiedene Auffassungen der Fütterungsart oder Erziehungsmethoden z. Bsp. lassen mehrere Möglichkeiten gelten. Es gibt also selten „die einzige richtige Antwort“.

Was kostet ein Boerboelwelpe?

Ein Welpe aus einer anerkannten Boerboel Zucht mit ordentlichem Stammbaum kostet etwa 1.500 € bis ca. 2.000 €. Der Stammbaum weist mindestens 3 Generationen von Vorfahren aus. Damit ist sichergestellt, dass die Vorfahren bekannt und gesundheitlich zur Zucht geeignet sind. die Welpen sind gechipt (Transponder-Chip ist bei Reisen in der EU Vorschrift), geimpft, sozialisiert und haben einen Heimtierausweis für den Reiseverkehr in Europa.

Wie groß und schwer kann ein Boerboel werden

Fakt ist: Ein Boerboel ist ein großer Hund mit einer starkknochigen Struktur. Die ideale Größe eines Rüden misst nach Rassestandard 66 cm, aber nicht niedriger als 60 cm. Die ideale Größe einer Hündin ist 61 cm, aber nicht niedriger als 55 cm. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass die Länge des Hundes etwa 10 - 15% größer ist als die Höhe. das ideale Verhältnis für einen ausgewachsenen Hund ist 1:1 bis zu 1:1,2 cm pro kg Gewicht. Für einen Rüden von 66 cm bedeutet dies ein Idealgewicht von etwa 66 - 79 kg. Allerdings sollte der Hund dabei eher sportlich agil wirken, als nur „vollgefressen“.

Wie sieht die Gewichtsentwicklung beim Boerboel aus?

2 Monate alt ca. 8 bis 10 kg (früheste Abholung beim Züchter) 3 Monate alt ca. 10 bis 16 kg 4 Monate alt ca. 16 bis 22 kg 5 Monate alt ca. 22 bis 28 kg 6 Monate alt ca. 28 bis 34 kg 7 Monate alt ca. 34 bis 38 kg 8 Monate alt ca. 38 bis 42 kg 9 Monate alt ca. 42 bis 46 kg 10 Monate alt ca. 46 bis 50 kg In den ersten Monaten beträgt also die Gewichtszunahme ca. 1,5 kg pro Woche, danach nur noch etwa 1 kg pro Woche. Das frühzeitige Überfüttern verhilft nicht zu einem größeren Hund, sondern belastet unnötig die Gelenke. Die endgültige Größe des Hundes ist ohnehin genetisch vorgegeben.

Steht der Boerboel auf der „Liste“?

Diese Frage kann pauschal nicht verneint werden. Da die Rasse Boerboel in Deutschland nicht als eigenständige Rasse anerkannt ist, kommt es auf das jeweilige Bundesland und die entsprechenden Verordnungen und deren Auslegung an. In NRW wurden die Häufigsten Probleme bei der ordnungsgemäßen Anmeldung gemeldet. Hier werden unter anderem phänotypische Gutachten verlangt und es erfolgten auch schon die Anordnungen „Maulkorb und Leinenzwang“. Ob das immer richtig ist, muss jeder Hundehalter für sich selbst, evlt. mit Hilfe eines anwaltes herausfinden. Die Hundesteuer wird von der jeweiligen Gemeinde/Stadt festegelegt und beträgt im besten Fall kaum mehr als 23,00 € als erster Hund. In großen Städen kann es im dreistelligen Bereich deutlich teurer werden.

Ist der Boerboel ein Familienhund?

Wenn man ihn läßt, durchaus. (Bitte weiterlesen!) Dazu gehört aber die entsprechende Führung und das richtige Verhalten aller Familienmitglieder. Wer Glaubt, dass „Familienleben“ ist dem Hund in die Wiege gelegt, hat noch nicht viel von Hundehaltung verstanden. Ein Boerboel ist kein Hund der nebenbei mitläuft und einfach ordnungsgemäß funktioniert. Es bedarf der entsprechenden Erziehung und Beschäftigung, um einen ausgeglichenen Boerboel in der Familie zu halten. Besucher werden „abgecheckt“, was bei Freunden der Kinder nicht aus den Augen gelassen werden darf. Wildes Toben der Kinder könnte für den Hund „bedrohlich“ wirken. Gerade mit sehr kleinen Kindern kann dies sehr viel Zeit, Geld und Anstrengung kosten. Das sollte man sich unbedingt vor der Anschaffung eines solchen Hundes vor Augen führen.

Wieviel frisst ein Boerboel?

… auch nicht mehr, als andere Hunde dieser Größenordnung. In der einfachsten Variante der Trockenfutterernährung benötigt man etwa 100 €/Monat an Futterkosten. Wenn man die Fütterung mit B.A.R.F. vorzieht, kann es deutlich teurer werden.

Kann ich mit einem Boerboel in einer Stadtwohnung leben?

Ja, könnte man. (Bitte weiterlesen!) Ob der Hundhalter dabei glücklich wäre, wäre wohl die entscheidendere Frage. Und die kann man getrost mit nein beantworten. Prinzipiell ist der Hund am liebsten immer in unmittelbarer Nähe seines Herrchens/Frauchens und wenn es sein muss, auch in einer Stadtwohnung. Aber entspannen wird der Hund dabei selten. Das heißt für Frauchen/herrchen 24/7 Aufmerksam sein. (24 Stunden am Tag, 7 mal die Woche!) Wer will schon einen dauerhaft gestressten Hund an seiner Seite? jeder Spaziergang kann zum Spießrutenlauf oder zur Herausforderung werden. Im ersten Lebensjahr des Boerboel mag es noch angehen, wenn er aber älter wird und z. Bsp. andere Hunde nicht mehr in der Nähe mag, kann es sehr frustrierend werden. Man würde sich vermutlich für den persönlichen Stadtverkehr auch kein Reisemobil anschaffen.

Wie Gesund ist ein Boerboel?

Wenn man Glück hat, muss man nur in regelmäßigen Abständen zum Impfen. Eigentlich ist der Boerboel sehr robust und kernig. Wenn man aber einen Boerboel zu schnell groß füttert, kann es erhebliche Einschränkungen der Knochen und Gelenke nach sich ziehen. Hüftgelenk- oder Ellenbogengelenksdysplasie sind u. U. Bewegungseinschränkungen, die mit Schmerzen einhergehen und mit dauerhafter Schmerzmittelgabe und/oder Spezialfutter begleitet werden müssen. Manchmal hilft eine OP oder Goldakkupunktur. Ein Kreuzbandriss kommt selten allein und jede OP für sich kostet locker vierstellig. Andere aufwändige „Reparaturen“ gibt es natürlich wie bei jeder anderen großen Rasse auch, wie z. Bsp. Magendrehungen.
FAQ Boerboel Fragen

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Wie verträglich ist ein Boerboel mit anderen Hunden?

Junge Hunde sollten die Möglichkeit haben, durch den Kontakt zu anderen Hunden die „Hundesprache“ zu lernen. Aber auch wenn der Hund gelernt hat zu kommunizieren, wird er mit etwa 2 Jahren Alter beginnen, andere Hunde nicht mehr „nett“ zu finden. Und dieser Zustand hält in der Regel ein Leben lang an. Je nachdem wie gut die Erziehung diesbezüglich gelungen ist, kann das Verhalten zwischen fast-ignorieren und aufbrausen schwanken. Was der Boerboel aber nie sein wird, ist ein Hund für Spielwiesen oder spontane Hundetreffen.

Bin ich als Boerboelhalter geeignet?

„Wir sind eine junge Familie mit 2 kleinen Kindern und haben uns gerade eine schöne Eigentumswohnung in der 2. Etage gekauft. Wir hatten zwar noch keinen Hund, aber in unserem Viertel gibt es viele grosse Hunde und wir planen täglich 3 Spaziergänge.“ Ein Hund dieser Größenordnung ist kein „kuschelhund“ und es sprechen mehrere Faktoren gegen eine Boerboelhaltung. Hundeerfahrung ist nicht zwingend erforderlich für einen Boerboel, aber im Zusammenhang mit kleinen Kindern und einer Höher gelegenen Wohnung sind Komplikationen in diesem Fall vorhersehbar. Ein verantwortungsvoller Züchter würde hier empfehlen noch ein paar Jahre bis zur Anschaffung eines Boerboel zu warten oder sich auf einen kleinen handlicheren Hund zu beschränken. Leider werden diese Hinweise und Warnungen nicht selten ignoriert und nach einigen Monaten bis zu ca. 2 Jahren wird die Hundehaltungssituation zur Belastung/Bedrohung. In der Folge muss der Hund weg und landet in der Regel im Tierheim. Man kann also davon ausgehen, dass Boerboels aus Tierheimen gewisse Defizite aufweisen. Sie sollten wirklich nur von erfahrenen Hundehaltern adoptiert werden, die sich der Verantwortung bewusst und willens sind, die Fehler von Beratungsresistenten Menschen mit Aufwand und Kraft aufzuarbeiten.