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auch Stuttgarter Hundeseuche genannt

Leptospirose ist eine Infektionskrankheit mit schwerwiegenden Folgen für den Hund. Bereits Mitte des 19. Jahrhundert beim Hund erstmalig diagnostiziert und als Hundethyphus, später als Stuttgarter Hundeseuche bezeichnet. Diese Infektionskrankheit ist auch auf den Menschen übertragbar, kommt aber beim Menschen sehr selten vor. Allerdings überleben viele Hunde diese Infektion nicht. Ursache sind Ausscheidungen (Urin) von infizierten Tieren wie Ratten, Igel und Wühlmäuse über die Haut oder Schleinmhäute. Am häufigsten betroffen sind junge (zahnende) Hunde, die Wasser aus abgestandenen Pfützen trinken, besonders im Spätsommer und Herbst. Auch die regelmäßige Impfung bietet keinen 100%igen Schutz, da es 20 verschiedene Arten gibt und die Impfungen sich auf regional bekannte Spezies beziehen. Es ist in jedem Fall ratsam, das Trinken des Hundes aus unbekannten Gewässern und abgestandenen Pfützen zu vermeiden. Erste Symptome (nach etwa 5 bis 7 Tagen) sind Fressunlust, Erbrechen und Fieber, was aber nach ein paar Tagen abklingt, um dann erneut aufzutreten, verbunden mit blutigem Kot, Abgeschlagenheit, Muskelzittern und auch Atembeschwerden. Die Nieren oder/und Leber werden so stark geschädigt, dass der Hund an Nieren- oder Leberversagen stirbt. Etwa nur ein Drittel der erkrankten Hunde mit befallener Lunge haben eine Chance zu überleben, nicht selten in Verbindung mit dem Verlust der Sehkraft, da sich die Netzhaut auflöst. Die Behandlung erfolgt sehr Kosten aufwändig in der Tierklinik. Bei erwachsenen Hunden ist die Überlebensrate höher als bei jungen Hunden.  
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aktualisiert am 06.04.2018
Leptospirose