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Die gesundheitlichen Schwächen des Boerboels

South African Boerboel
aktualisiert am 06.04.2018
Gesundheit oder Krankheit?
Wie   jede   andere   Hunderasse   hat   auch   der   Boerboel   mit   verschiedenen   Problemen   zu   kämpfen.   Das   wohl   größte   Problem   aufgrund   der   Größe und   des   Gewichtes   ist   das   Problem   mit   den   Knochen   und   Gelenken,   wie   bei   anderen   Molossern   auch.   Seit   Jahren   belegen   alle   Statistiken, dass   die   großen   schweren   Hunde   bis   zu   50%      von   HD   betroffen   sind.   HD   ist   die   Abkürzung   für   Hüftgelenksdysplasie   und   bedeutet      einfach ausgedrückt:   die   Hüftknochen   sitzen   nicht      perfekt   in   den   Hüftgelenkpfannen.      Nach   neueren   Erkenntnissen   ist   die   HD   zu   einem   Drittel genetisch    bedingt,    ein    Drittel    wird    von    der    Ernährung    negativ    beeinflusst    und    das    restliche    Drittel    rührt    von    der    Überlastung    des Bewegungsapparates. Weiterhin   tritt   häufig   ED   (Ellenbogengelenksdysplasie)   auf,      vermehrt   sind   Kreuzbandrisse   ein   Problem   und   Scheinträchtigkeiten   sowie     Magendrehungen. HD und ED gehen einher mit Einschränkungen des Bewegungsapparates,  können heute aber auch schon sehr gut “repariert” werden, allerdings nur mit hohem Kostenaufwand und einer anstrengenden Genesungsphase, da der Hund lange ruhig gehalten werden muss. Beste Vorkehrungen kann man treffen, in dem man möglichst  HD-freie Elterntiere aussucht, den Welpen eher zu knapp als zu reichlich füttert und körperliche Überlastung  vermeidet.  Das Fahrradfahren  mit dem Boerboel sollte wenigstens  in den beiden  ersten Lebensjahren tabu sein. Treppen sollten ganz gemieden werden, ebenso das aus dem Auto herausspringen oder “joggen”. Scheinträchtigkeiten treten sehr häufig auf, auch hier kann man entgegenwirken. Sobald es häufiger vorkommt und mit weiteren Schwierigkeiten verbunden ist, hilft manchmal nur noch die Kastration/Sterilisation. In den Fokus der Betrachtung rückt inzwischen auch die Übertypisierung des Boerboels, deutlich erkennbar an der teilweise abnormen Größe, den Gewichten und der Schädelgröße.  Dies führt zu einer signifikanten  Steigerung der Kaiserschnittrate,  mit der züchterisch leider bereits geplant wird.